Weil es so schoen war…
Dienstag, Februar 28th, 2006…machen wir noch ein zweites Mal halt in Mazunte, unserer ersten Station am Pazifik. Diesmal allerdings nur fuer 3 Tage, nicht 3 Wochen. Und immer noch in Begleitung von Valerie.
Zwischendurch haben wir uns ein paar Tage in San Cristóbal de las Casas in Chiapas aufgehalten, Hauptstadt der Zapatisten. Und was darf dort also nicht fehlen: eine Bar namens Revolution… Jaja, ein bisschen Revolutionstourismus muss man in Mexiko ja auch mal machen. Aber abgesehen von vielen, vielen Zapatisten- und vor allem Marcos-Devotionalien ist diese Stadt und ihre Umgebung wunderschoen und laedt eigentlich zu einem laengeren Verweilen ein. Steht von fest auf unserem Plan fuer die naechste Reise in diese Gefilde!
In der Umgebung gibt es einige Indígena-Doerfer, von denen wir eins - Chamula, die religioese und kulturelle Versammlungsstelle der Gegend - am Sonntag besucht haben. Dort war auch gleichzeitig Karneval, ein Riesenspektakel ueber 5 Tage. Fuer die Maya haben diese Tage auch eine religioese Bedeutung, da im Maya-Kalender fuenf Tage fehlen um die 365 Tage zu fuellen. (Nur so mal in Kuerze, ist in echt etwas komplizierter…) Diese 5 Tage sind “schlechte” Tage voller Unglueck. Um dies zu vertreiben werden Zeremonien durchgefuehrt. So richtig verstanden haben wir nicht alles, aber es war sehr bunt, sehr laut (viele Boeller) und viel Alkohol. Interessant, das mitzuerleben… Auch die Kirche dort war beeindrucken, keine Baenke, keine Kanzel, aber viele Heilige an den Seiten, jeder mit eigener Bedeutung. Der ganze Boden war mit Piniennadeln bedeckt und auf dem Boden knieten immer wieder Gruppen von Mayas und murmelten Gebete vor sich hin. Vor den Heiligen und bei den Gruppen brannten hunderte von Kerzen und die ganze Kirche war von Weihrauchduft erfuellt. Wir konnten bei einer Gruppe ein Opfer fuer eine Heilungszeremonie beobachten, da wurde gerade dem Huhn der Hals umgedreht… Sehr beeindruckend das Ganze!

Für mich...